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artist: |
| titel: | o.T. | technique: | Öl auf Leinwand / oil on canvas | year: | 2004 | size: | 51.00x269.00 | price: | 3,300.00 EUR |
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Paul Vergier - Lunapark

Paul Vergier – Lunapark
Seit dem ersten Luna Park, 1903, auf Coney Island, gab es
zahlreiche Parks für die ganze Familie.
Den Großstädter zog es ins Grüne, möglichst
mit Unterhaltung für Groß und Klein; denn Urlaubsreisen
gab es nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung.
Die größte europäische Kopie des amerikanischen
Luna Parks gab es in Berlin Halensee. Hier wurden zwischen 1909 und
1933 die zahlreichen Besucher mit Budenzauber wie die Frau ohne
Unterleib, Karussells, Spiegeltheatern, Zuckerwatte, Revuen und
Boxkämpfen unterhalten. In der Nazi-Zeit sind diese Vergnügen
wegen der besseren Verkehrsanbindung zu Deutschlandhalle und
Olympiastadion gewechselt und bis zum Bau des VEB Kulturpark
Berlin-Treptow 1969, gab es in Berlin keinen Vergnügungspark.
Das Riesenrad ist bis heute weithin sichtbar und damals strahlten
nachts über 10 000 Glühlampen und Leuchtstoffröhren
über den Plänterwald.
Seit seiner Schließung verfällt der VEB Kulturpark
Berlin zum eingezäunten Wunderland, in der die alten Karussells
und Jahrmarktattraktionen friedlich vor sich hin schlummern. 30
Hektar Verfall und wild wuchernde Natur sorgen für eine leichte
Endzeitstimmung, die durchaus romantisch geraten kann. In diesem
Freilichtmuseum verrotten Schienen und Trassen, die kleinen
Aufsichtshäuschen bröseln ihrem Ende entgegen. Auf der
Wiese liegen gestrandete Schwanenboote vor dem skurrilen
Dino-Friedhof.
Der französische Maler Paul Vergier hat sich während
seines 3jährigen Berlinaufenthalts sozusagen ein Berlintagebuch
gemalt. Viele Stationen wie das Areal am Ostbahnhof, an der
Warschauer Brücke, der Zentralviehhof oder die Brauerei
Bärenquelle sind jetzt bebaut, so daß seine Bilder
inzwischen auch Stadtgeschichte sind.
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