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Aus dem Fernen Osten

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Künstler:

Ewen Gur

Titel:

AUA

Technik:

Mischtechnik auf Leinwand / mixed on canvas

Jahr:

2015

Größe:

60.00x80.00

Preis:

2.000,00


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Aus dem Fernen Osten
Shen Shubin, Harald Klemm, Zhang Jing, Nina Maron, Zhao Hai, Karoline Kroiss, Mari Kim, Astrid Köhler,Ewen Gur, FradeMo, Eliot, Dr. John Zhou, El Bocho, Yang Zhang, Paul Sous

Viele von Ihnen kommen aus den Ferien zurück und bringen wohlmöglich exotische neue Eindrücke mit zurück in die Heimat. Dann werden Sie besonders gut verstehen, wie viel Freude uns die Vorbereitung dieser Ausstellung gemacht hat. Zu den großen Anregern der Moderne gehört der fernöstliche Einfluß. Zuerst in Paris mit modernen Werken von Manet und Monet sichtbar, wusste bald van Gogh diese Anregungen wohl zu gebrauchen, wich das Unverständnis neuer malerischer Herangehensweisen bald dem Zauber, den die Werke auf den Betrachter auslöste. Neue Farben und Formen wurden begeistert aufgenommen und die "Japonism" genannten Einflüsse verbreiteten sich über ganz Europa, wo sie je nach kulturellem Hintergrund unterschiedliche Formen annahmen.

Die Kunst ist oft einer der ersten Boten, wenn Länder und Kulturen sich wieder annähern. Durch den seit wenigen Jahrzehnten wieder möglichen Handel mit China ist auch eine rege Aufmerksamkeit für die chinesische Kunst zu spüren, die nach den Exzessen der Kulturrevolution der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts schöner, vielfältiger, einfallsreicher und farbenprächtiger nicht sein könnte. Auch hierauf reagieren Künstler im europäischen Raum auf vielerlei Art. Im Fall von Mari Kim- aus Südkorea- gibt es seit vielen Jahren einen Austausch mit El Bocho in Berlin. Nina Maron wiederum rückt dem Thema über den österreichischen Expressionismus nahe, allen ist bewusst, dass chinesische Kunst eine zweitausend Jahre alte Abstraktionskraft in sich birgt, die Grundlage für Erneuerung ist. Hier bestätigt sich Ernst Cassirers Theorie von der Regionalität: Im Gegensatz zum Nationalen ist das Regionale eigen, sich seiner Eigenheit auch bewusst. Erst in der Auseinandersetzung mit den Grenznachbarn werden die Konturen des Eigenen sichtbar. Gleichzeitig entsteht der Wunsch, sich dem Nachbarn in seiner Eigenheit verständlich zu machen. Das gelingt zum Beispiel durch Schönheit, die keiner Erklärung mehr bedarf, sondern strahlt.

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