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John Martin - Dancing with LightJohn Martin wurde in Sydney geboren, studierte an der NSW University Chemie und später Kunst bei John Olsen und John Coburn. Seit vielen Jahren lebt er im Sommer in Berlin, erlebt so das ganze Jahr über nur die Sommerzeit. Der Sommer widerum kann auf beiden Kontinenten unterschiedlicher nicht sein. Das reizt malerisch zu Vergleichen, die sich aus dem unterschiedlichen Licht auf den beiden Kontinenten ergeben: europäisches Licht beschreibt, was es sieht, australisches Licht ist distanziert, prüfend. Es fällt auf das Land, verbrennt es und reduziert alles bis auf die Grundform. Im Sommer kann nichts das Licht in Australien stoppen, während es in Europa Schatten spendet. Dieser Gegensatz, den John Martin jedes Jahr studiert, macht nicht nur den Blick auf Australien schärfer, sondern ermöglicht es ihm auch, sich seinem Thema, der australischen Landschaftsmalerei,distanzierter zu nähern. Als junger Künstler gehörte er zu denjenigen, die eine neue Form der Landschaftsmalerei suchten. Er verurteilte die sogenannte „ sichere“ figurative Maltradition Australiens, weil er beobachtete, dass dieser Stil ihn vom Leben um ihn herum isolierte. Die Rückbesinnung auf seine irischen Wurzeln und deren erzählerische Aussage in alten Mythen erschien ihm dabei vielversprechend, erzählen doch Mythos und Sage von alten Tragödien auf eine Art, die vor allem das menschliche Schicksal berühren. Dramen brechen über Menschen wie Naturgewalten ein. Als John Maritn zehn Jahre nach dem Mauerfall Berlin besucht, kollidieren hier für ihn Mythos und Realität. Er bewundert, dass die zeitgenössische deutsche Kunst beeindruckende Ausdrucksformen für schicksalshaften Dramen gefunden hat, den „sicheren“ Weg verlassen hat, um mit völlig neuen Mitteln wieder Zugang zu den Menschen zu finden, die heute leben und von der Kunst erhoffen, dass sie in ihr Audruck und Beispiel für das eigene Leben finden können.Was er hier gesehen hat, nimmt er mit zurück nach Australien, in seinen kleinen Innenhof, wo er lebt, im Garten arbeitet, der an die Wildnis grenzt. Hier malt er, was man sehr wohl australische Meisterwerke der modernen Landschaftsmalerei nennen darf.
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